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BOTTA Tri-Titanuhren

Titan, das Wundermaterial für Armbanduhren?

„Titan ist ein außerirdisches Material, welches nur in Asteroiden vorkommt“

„Titan ist ein synthetisches Wundermaterial mit Superkräften“

„Titan ist unzerstörbar“

Diese und ähnliche Mythen ranken sich um ein Material, welches erst seit kurzer Zeit bekannt ist und die Technik in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert hat. Natürlich sind alle drei oben aufgeführten Thesen übertrieben, aber ein bisschen Wahrheit steckt in jeder dieser drei kühnen Behauptungen. In diesem anschaulich und verständlich geschriebenen Artikel gebe ich Ihnen einen Überblick über die wirklichen Hintergründe und Fähigkeiten dieses Sondermetalls. Die Lektüre macht Sie sicher nicht zum Materialexperten, vermittelt Ihnen jedoch interessante Fakten und ein fundiertes Grundwissen in den vielen Facetten, die Titan bzw. Tri-Titan zu bieten haben. Zudem erfahren Sie auch einiges über die Vorteile von Titanuhren vs. Edelstahluhren.

Titan - das Wundermaterial?

Was ist Titan?

Ist es tatsächlich das Wunder-Metall mit überirdischen Fähigkeiten oder doch nur ein besonders stabiles Leichtmetall?

Ist Titan mit seinen besonderen Eigenschaften wie Leichtigkeit, Allergiefreiheit, Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Magnetresistenz und seinem typischen edlen Aussehen das perfekte Material für hochwertige Armbanduhren mit besonderem Anspruch?

Was ist "Titan" eigentlich?

Titan ist eines der etwa 100 chemischen Elemente, die wir kennen. Es hat die Ordnungszahl 22 und gehört zur Stoffgruppe der Metalle. Es ist mit einer Dichte von 4,5 g/cm3 das schwerste aller Leichtmetalle. Titan ist auf der Erde mit einem Anteil von 5 % der Erdkruste gar nicht so selten. Allerdings kommt es in der Natur so gut wie nie in reiner Form vor, sondern fast immer in Verbindungen mit anderen Elementen. Titan ist in gediegener (reiner) Form erst seit wenigen Jahrzehnten darstellbar. Im Jahr 1831 gelang es erstmals Justus von Liebig im Labor metallisches Titan herzustellen. Erst in den 1940er Jahren gelang William Justin Kroll, mit dem nach ihm benannten Prozess das Leichtmetall Titan industriell in größeren Mengen zu produzieren. Durch das aufwändige Herstellungsverfahren ist Titan auch heute noch ein sehr teures Sondermetall, etwa zehnmal so teuer wie Stahl. Auch in Asteroiden wird Titan in relativ hohen Anteilen gefunden. So gibt es bereits Überlegungen für „Asteroid Mining“.

Was ist
Titan: Erste Wahl bei Herrenuhren, aber auch bei Damen-Armbanduhren

Titan: Erste Wahl bei Herrenuhren, aber auch bei Damen-Armbanduhren

Auch, oder vielleicht sogar besonders bei Damenuhren kann Titan seine einzigartigen Eigenschaften besonders gut ausspielen. Frauen neigen überdurchschnittlich oft zur Ausbildung von Allergien und profitieren dadurch von den anti-allergischen Eigenschaften des Leichtmetalls. Auch die Leichtigkeit und die flache Bauform, die dieses Material ermöglicht, kann für Damen ein entscheidender Vorteil sein, denn dadurch erhöht sich der Tragekomfort spürbar. Nicht zuletzt die dezent edle und unaufdringliche Erscheinung von Titan macht dieses Metall oft zur ersten Wahl bei designbewussten Damen, die sich bewusst vom Mainstream abheben möchten. Titanuhren und modernes Design passen einfach gut zusammen.

Zu den Titan Uhren

Titan besitzt eine außerordentliche Festigkeit und Zähigkeit

Bei gleichem Gewicht ist es belastbarer als Stahl. Diese Eigenschaft macht dieses Leichtmetall für Spezialanwendungen besonders interessant. So findet es vor allem in der Raumfahrt, im Flugzeugbau und in der Medizintechnik viele Anwendungen. Die außerordentliche Zähigkeit und Festigkeit bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht machen Titan als Gehäusematerial für Armbanduhren besonders attraktiv und wertvoll.

Titan besitzt eine außerordentliche Festigkeit und Zähigkeit
Titanuhren sind korrosionsbeständig und beherrschen die „Selbstheilung“

Titanuhren sind korrosionsbeständig und beherrschen die „Selbstheilung“

Die Widerstandsfähigkeit von Titanuhren gegenüber Korrosion beruht im Wesentlichen auf der Ausbildung einer sehr stabilen Schutzschicht aus Titanoxid, die das Material sehr wirksam vor äußeren Einflüssen schützt. Selbst bei Beschädigungen bildet sich sehr schnell wieder eine Schutzschicht aus Titanoxid, die nach kurzer Zeit wieder die Farbe und den Glanzgrad des umgebenden Materials annimmt. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der „Selbstheilungsfähigkeit von Titan“. Auch hier kann das Material seine Eigenschaften beim Einsatz in Titan-Uhrengehäusen voll ausspielen

Titan ist anti-magnetisch

Titan ist nicht magnetisierbar und widersteht magnetischen Feldern. Diese Eigenschaft macht es unter anderem auch für den Einsatz von Titan-Armbanduhren sehr interessant, weil die Magnetisierung von Uhrengehäusen ein ernstes Problem vor allem bei mechanischen Uhren darstellt. Ein Problem welches bei Titanuhren bzw. Titangehäusen unbekannt ist.

Titan ist anti-magnetisch
Titan ist leicht – aber nicht zu leicht

Titan ist leicht – aber nicht zu leicht

Mit einer Dichte von 4,5 g/cm3 ist Titan um etwa 42% leichter als Edelstahl (Dichte 7,8 g/cm3) aber wiederum deutlich stabiler und schwerer als Aluminium (Dichte 2,7 g/m3).Der Gewichtsvorteil gegenüber Stahl macht sich besonders bei größeren Uhren sehr positiv bemerkbar. Titanuhren sind angenehm leicht aber keinesfalls zu leicht.

Titan ist anti-allergen

Titan ist einer der wenigen Stoffe, die keinerlei Allergien auslösen können. Diese besondere Eigenschaft macht Titan oft zum einzigen Metall, welches Allergiker direkt am (oder im) Körper tragen können. Aber auch zur Vermeidung von Allergien kann es vorsorglich gegenüber anderen Materialien eingesetzt werden. Zusammen mit seinen anderen Eigenschaften, wie geringem Gewicht, antimagnetischen Eigenschaften, guter Verschleißfestigkeit und Belastbarkeit machen es zusammen mit seinem edlen Aussehen zu einer sehr attraktiven Alternative in vielen Bereichen der Technik und Ästhetik. So lassen sich beste Titanuhren produzieren mit einer langen Lebensdauer.

Titan ist anti-allergen
Titan ist schwer zu bearbeiten

Titan ist schwer zu bearbeiten

Die Bearbeitung des Refraktärmetalls Titan stellt höchste Anforderungen an Maschinen und Werkzeuge bei der Herstellung von Armbanduhren aus Titan. Aufgrund seiner Gefügestruktur ist es sehr schwer um formbar (biegen, pressen, schmieden), aber auch schwer zu zerspanen (Drehen, Bohren, Fräsen, Stanzen). Titan verlangt nach speziellen Hartmetall-Einsätzen bei der spannenden Verarbeitung. Die Bearbeitung von Titan wird weiterhin dadurch erschwert, dass es sich währende des Verarbeitungsprozesses beim Erreichen sehr hoher Temperaturen entzünden oder sogar explodieren kann. Titan kann auch in reiner Stickstoffatmosphäre „brennen“ und erzeugt dabei extrem hohe Temperaturen. „Superkräfte und überirdische Fähigkeiten“ sind als doch nicht ganz aus der Luft gegriffen. Aber keine Angst: einmal in Form gebracht, ist Titan ein äußerst zahmes, und verträgliches Material mit tollen Eigenschaften.

Titan ist teuer.

Vor allem durch seine aufwändige Herstellung ist Titan abhängig von seiner Legierung sehr teuer bis extrem teuer. Normales Titan Grade 5 beispielsweise ist etwa zehnmal so teuer wie Stahl. Hochlegierte Titansorten, wie wir sie für unsere Titanuhren einsetzen, kosten sogar nochmals ein Vielfaches von niedrig legierten Titansorten oder Reintitan. 

Titan ist teuer.
Titan war lange Zeit nicht für die Verwendung bei Uhrengehäusen nicht denkbar

Titan war lange Zeit nicht für die Verwendung bei Uhrengehäusen nicht denkbar

Bis in die 1980er Jahren galt Titan als nicht geeignet für den Einsatz bei Uhrengehäusen. Erst durch den Einsatz von aufwändigen Verfahren und Sonderwerkzeugen gelang es Omega mit der Seamaster Ende der 80er Jahre erstmals eine Titanuhr auf den Markt zu bringen. Die Marke BOTTA brachte kurz darauf, Anfang der 90er Jahre, mit der Titan-1 (siehe Bild) die erste Voll-Titanuhr der Marke auf den Markt. Die Titan-1 wurde über zwei Jahrzehnte lang sehr erfolgreich über die Marken WatchPeople und BOTTA verkauft. Auch viele Nachfolgemodelle wie die Helios, die Argos, die Clavius-1 und die Einzeigeruhr Solus wurden aus Titan gefertigt. In den 2000er Jahren folgte ein breiterer Einsatz. Vor allem die 24-Stunden-Modelle wurden sehr schnell auf Titangehäuse und später auf Tri-Titangehäuse umgestellt. Seither ist Tri-Titan der bevorzugte Werkstoff für BOTTA-Uhren. Seit Oktober 2023 der einzige für unsere Uhrengehäuse.

Was ist „Tri-Titan“?

Bei unseren Uhrengehäusen aus „Tri-Titan“ kommen gleich drei unterschiedliche Titansorten zum Einsatz. Daher auch der Name „Tri-Titan“ Für den Topring unserer Tri-Titan-Gehäuse verwenden wir eine besonders harte und zähe Sonderlegierung auf Titanbasis. Das sorgt für eine hohe Widerstandsfähigkeit in diesem exponierten Bereich. Für den mittleren Bereich unserer Tri-Titan-Gehäuse kommt eine besonders zähe und formstabile Titan-Legierung zum Einsatz. Sie gibt dem Gehäuse eine gute Stabilität und verhindert Verwindungen und Verschleiß (z.B. in den Bohrlöchern der Federstege). Der Boden bzw. der Bodenring unserer Tri-Titanuhren ist aus einem sehr reinen Titan hergestellt, das sonst vorwiegend in der Medizintechnik eingesetzt wird. Es eignet sich für Prothesen im und am Körper sowie für Implantate aller Art. Unsere Uhrenkonstruktionen aus Tri-Titan sind zwar aufwändig und teuer in der Produktion, haben jedoch überzeugende Vorteile bei der Verwendung als Uhrengehäuse. Das ist der Grund, weswegen wir ab Oktober 2023 die Gehäuse aller unserer Uhren aus Tri-Titan aufbauen. Zum Vorteil unserer Kunden.

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Was ist „Tri-Titan“?
Titan macht die Herstellung von flachen, leichten Armbanduhren möglich

Titan macht die Herstellung von flachen, leichten Armbanduhren möglich

Dank seines relativ geringen spezifischen Gewichtes und gleichzeitig hohen Festigkeit macht dieses HighTech-Material die Herstellung von flachen, leichten aber gleichzeitig stabilen Uhrengehäusen möglich. Hier ist es anderen Werkstoffen deutlich überlegen. Beispiele: Aluminium und Magnesium sind zwar nochmal leichter als Titan aber deutlich instabiler und weniger belastbar. Edelstahl wiederum ist ähnlich belastbar, aber deutlich schwerer. Keramik ist erheblich kratzfester und ähnlich leicht wie Titan, aber deutlich bruchgefährdeter. Aus meiner Sicht stellen Titangehäuse und in besonderem Maße Tri-Titangehäuse die beste Verbindung aus allen Eigenschaften her, die beim Bau von hochwertigen Armbanduhren eine Rolle spielen.

Titan sieht gut aus.

Aussehen ist nicht alles, aber wer so gute Charaktereigenschaften hat wie das Edel-Leichtmetall Titan, kann sich durchaus auch noch ein gutes Aussehen leisten. Und ein „glänzendes Auftreten“ kann man diesem Sondermetall jederzeit attestieren, auch wenn es nicht wirklich „glänzt“ sondern eher in einem edlen Seidenglanz schimmert. Armbanduhren aus Titan wirken technisch, hochwertig und edel. Damit ist Titan ein idealer Werkstoff für Uhren mit hohem Anspruch an Funktionalität, Langlebigkeit und Design.

Titan sieht gut aus.
Ist Titan also doch ein Wundermaterial?

Ist Titan also doch ein Wundermaterial?

Man ist fast geneigt, diese Frage zu bejahen, wenn man die Vielzahl der herausragenden Eigenschaften bewertet. In jedem Fall ist es ein Material, welches in praktisch allen Qualitätskriterien hoch punktet. Allerdings verhindern die aufwändige Erzeugung, die geringe Verfügbarkeit, die schwierige Bearbeitung und der hohe bis sehr hohe Preis einen breiten Einsatz dieses Edel-Leichtmetalls. So wird es auch weiterhin ein Werkstoff für Hightech-Produkte und Sonderanwendungen bleiben. 

Wir sind stolz auf unser Gehäusematerial „Tri-Titan“

Tatsächlich sind wir stolz darauf, Ihnen mittlerweile alle unsere Armbanduhren in Titan oder genauer gesagt sogar in „Tri-Titan“ anbieten zu können.Und Sie als Träger einer solchen Uhr, haben das gute Gefühl, nicht nur eine außergewöhnliche Uhr, sondern auch ein außergewöhnliches Uhrengehäuse aus besonderen Materialien zu besitzen.

Wir sind stolz auf unser Gehäusematerial „Tri-Titan“